KI in PowerPoint: Der wahre Aufwand und wie Sie ihn intelligent gestalten

4 Min. Lesezeit
02.04.2026

Viele Unternehmen erleben gerade, wie schnell KI erste Präsentationsentwürfe liefern kann. Doch die entscheidende Frage ist nicht, wie schnell Folien entstehen. Entscheidend ist, wie viel davon am Ende wirklich verwendbar ist. Genau hier liegt der eigentliche Wertbeitrag von KI. Oder eben ihr verdeckter Kostenfaktor.  

In diesem Artikel erfahren Sie, warum der wahre Wert von KI in PowerPoint nicht im schnellen ersten Entwurf liegt, sondern in der Frage, wie viel Nacharbeit Unternehmen dadurch tatsächlich vermeiden. Und welche Ansätze Unternehmen nutzen können, um diese Nacharbeit gezielt zu reduzieren. 

Die Workday-Studie, „Jenseits von Produktivität: Was KI wirklich wert ist“, untermauert diese Perspektive. Sie zeigt, dass viele Unternehmen zwar von KI-Effekten profitieren, mehr als ein Drittel dieses Werts aber in Korrekturen, Präzisierungen und Überarbeitung wieder verloren geht.  

Das eigentliche Problem beginnt nach dem ersten Entwurf 

Die Workday-Studie basiert auf einer globalen Online-Befragung von Hanover Research aus dem November 2025.1

Die Kernaussage der Studie: Produktivität entsteht nicht durch KI-Output, sondern durch reduzierte Nacharbeit. 

Gerade in PowerPoint zeigt sich, wie aus schnellem Content ohne Marken-, Struktur- und Qualitätslogik aufwendige Nacharbeit wird. Wer KI-generierte PowerPoint-Folien genauer ansieht, kennt das Muster: beliebige Bilder, Textwüsten, fehlender Kontext, unklare Aussagen, kein sauberer Aufbau, keine gestalterische Linie. In diesem Fall stehen Teams vor zwei Optionen: Sie zupfen die bestehende Folie mühsam zurecht, oder sie übertragen den Inhalt in ein passendes Template und bauen die Inhalte praktisch neu auf. 

KI Praesentationen enden in aufwendiger Nacharbeit

Die Studie verdeutlicht das Problem: KI sorgt im Arbeitsalltag zwar für mehr Tempo, der tatsächliche Mehrwert wird jedoch häufig durch den Aufwand für Nacharbeit reduziert. Nur 14 Prozent der Beschäftigten erreichen mit KI einen dauerhaft positiven Nettoeffekt. Das bedeutet, nach Abzug der Zeit für Nacharbeit sparen nur 14 Prozent tatsächlich Zeit.  

Rund 37 Prozent der eingesparten Zeit gehen laut Studie durch Prüfen, Präzisieren, Korrigieren oder komplettes Neuerstellen wieder verloren. Hoch engagierte Mitarbeitende verbringen im Schnitt sogar 1,5 Wochen pro Jahr damit, KI-Ergebnisse zu korrigieren.  

Warum ausgerechnet Präsentationen diese Lücke so sichtbar machen 

Bei Präsentationen wird besonders schnell sichtbar, ob KI echten Mehrwert schafft oder nur schnellen Output. Denn in kaum einem anderen Format treffen so viele Anforderungen gleichzeitig aufeinander: klare Storyline, belastbare Fakten, visuelle Präzision, markenkonforme Gestaltung, einheitliche Sprache und zielgruppengerechte Kommunikation.  

Deshalb ist gerade hier die Gefahr groß, Geschwindigkeit mit Qualität zu verwechseln. Eine Folie kann in Sekunden entstehen, aber trotzdem nicht verwendbar sein. So verschiebt sich die Arbeit nur an eine andere Stelle im Prozess: in Kontrolle, Korrektur und Abstimmung. 

Entscheidend ist nicht, wie schnell der erste Entwurf da ist. Entscheidend ist, wie viel menschliche Arbeit noch nötig ist, bis aus diesem Entwurf eine belastbare Präsentation wird. Unserer Erfahrung nach genügen KI-generierte Folien Businessansprüchen heute oft noch nicht

Was ist der tatsächliche Wert von KI in PowerPoint? 

Das heißt nicht, dass KI-Tools bei der Erstellung von Präsentationen keinen Nutzen bieten. Es kommt jedoch auf die Art der Präsentation und auf das eingesetzte KI-Tool an. Diese Kombination entscheidet, wie groß die tatsächliche Nacharbeit ausfällt. Zwischen den Lösungen gibt es nämlich Unterschiede: Manche erzeugen schnell generische Entwürfe. Andere unterstützen strukturierter, näher am Unternehmenskontext und damit mit weniger Reibung.  

Gerade bei komplexen, präzisen oder unternehmenskritischen Präsentationen steigt der menschliche Aufwand spürbar an. Je höher die Anforderungen an Struktur, Argumentation, Corporate Design, Datenklarheit und Tonalität, desto weniger reicht ein rein generischer KI-Output aus und desto mehr Fein- und Entscheidungsarbeit muss der Mensch leisten. 

KI in PowerPoint näher an den realen Präsentationskontext bringen 

Die Konsequenz daraus ist: Unternehmen brauchen nicht einfach mehr KI für Präsentationen. Sie brauchen Lösungen, bei denen erste Präsentationsentwürfe nicht losgelöst vom Unternehmenskontext entstehen, sondern auf Basis unternehmenseigener Vorlagen, Corporate-Design-Leitlinien und Kommunikationsstandards. Nur dann sinkt die Reibung dort, wo sie heute am meisten kostet: in der Nacharbeit. 

Für Präsentationen bedeutet das in der Praxis: Nicht das Unternehmen passt sich dem Tool an. Sondern das Tool muss sich stärker an die Anforderungen des Unternehmens annähern. 

KI liefert den ersten Entwurf, bereitet Optionen vor, beschleunigt Formulierungen und macht Strukturvorschläge. Aber sie ersetzt nicht das Urteil des Menschen darüber, welche Botschaft tragfähig ist, welche Folie in einem sensiblen Management-Kontext funktioniert und welche Aussage zur Marke, zum Anlass und zur Zielgruppe passt. Der Mensch bleibt zentral. Er steuert, priorisiert, bewertet und entscheidet. 

Was das für Unternehmen konkret heißt 

Wer KI in PowerPoint strategisch nutzen will, sollte drei Dinge beachten:

  • Anforderungen klar definieren. 

    Je nach Einsatzzweck reicht KI-Output unterschiedlich weit. Für einfache Meeting-Zusammenfassungen mag das genügen. Sobald jedoch überzeugende Geschäftspräsentationen oder zahlenlastige Reports gefragt sind, bleibt menschliches Eingreifen zentral. 

  • Das richtige KI-Setup wählen.

    Besonders wertvoll sind Lösungen, die mit Unternehmensvorlagen, Corporate Design und Kommunikationsstandards arbeiten statt mit generischen Entwürfen.  

  • Die KI-Lösung an der tatsächlichen Verwendbarkeit messen.

    Nicht die Schnelligkeit des ersten Entwurfs zählt, sondern wie viel Nacharbeit noch nötig ist und wie schnell eine Folie wirklich einsatzfähig ist.

Wie entsteht weniger Reibung und mehr echter Wert durch KI? 

Wenn Unternehmen KI in Präsentationen so denken, verschiebt sich der Fokus an die richtige Stelle. Weg von der bloßen Frage, wie schnell etwas produziert wurde. Hin zu der Frage, wie belastbar das Ergebnis ist. 

KI kann Präsentationen deutlich beschleunigen, Erstentwürfe liefern und die kreative Arbeit unterstützen. Doch ohne menschliches Zutun geht es nicht: KI ist schnell, aber sie braucht klare Regeln und Kontrolle. Wirkungsvolle Präsentationen entstehen erst dann, wenn Dramaturgie, visuelle Qualität und Markenkonformität zusammenkommen. Daher sollte KI die operativen Schritte übernehmen, geprüfte Layoutsysteme die Qualität sichern und der Mensch die finalen Entscheidungen treffen.  

Genau an dieser Stelle setzt empower® an: mit einem Ansatz, der KI nicht isoliert denkt, sondern im Zusammenspiel mit Unternehmensvorlagen, Markenstandards und menschlicher Steuerung. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie erfahren möchten, wie wir KI in Ihre Präsentationsarbeit integrieren können.  

1 Es wurden 3.200 Führungskräfte und Mitarbeitende aus Nordamerika, EMEA und APAC befragt, die in Unternehmen mit mindestens 150 Mitarbeitenden und mindestens 100 Millionen US-Dollar Jahresumsatz arbeiten.

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