Wer sein PowerPoint-Diagramm-Add-in wechselt, stößt früher oder später auf dasselbe Problem: Was passiert mit den bestehenden Diagrammen?
Über Jahre entstehen Präsentationen, Reporting-Vorlagen, Projektpläne und Analysefolien, alle mit Diagrammen, die in der alten Umgebung gebaut wurden. Ohne eine verlässliche Konvertierung dieser bestehenden Diagramme wird ein Wechsel in der Praxis fast unmöglich.
Dieser Artikel zeigt, worauf es dabei ankommt: bei Diagrammen aus spezialisierten Add-ins, bei Diagrammen aus PowerPoint-Bordmitteln. Und er erklärt, warum die beste Konvertierungsfunktion allein noch keinen erfolgreichen Wechsel ergibt.
Diagramme aus spezialisierten Add-ins: Mehr als eine optische Kopie
Diagramme aus Diagramm-Add-ins sind technisch komplexer, als sie auf der Folie aussehen. Neben den Daten in einer eingebetteten Excel-Tabelle nutzen sie häufig eine eigene Datenstruktur beispielsweise für Pfeile, Verbindungslinien oder andere Zusatzelemente.
Eine professionelle Konvertierung muss deshalb tiefer ansetzen. Sie analysiert die zugrunde liegende Datenstruktur und überführt sowohl die Excel-Daten als auch die zusätzliche Datenstruktur in eine neue Diagrammarchitektur. Dabei muss beides separat sichergestellt werden: die korrekte Datenübernahme und die korrekte Formatierung. Erst dann ist das Ergebnis vollständig weiterbearbeitbar.
Das bedeutet konkret, dass folgende Details erhalten bleiben müssen:
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Zahlenformate und Achseneinstellungen
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Breaks, Pfeile und Zusatzmarkierungen
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individuelle Formatierungen auf Datenpunkt-Ebene
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durchgängige Bearbeitbarkeit aller Diagrammbestandteile
Das Ziel ist kein Diagramm, das ähnlich aussieht. Das Ziel ist ein Diagramm, das stabil funktioniert und direkt weiterbearbeitet werden kann.
Wasserfall-Diagramme konvertieren: Der anspruchsvolle Klassiker
Wasserfall-Diagramme gehören zu den meistgenutzten Formaten in professionellen Präsentationen und zu den technisch aufwändigsten bei der Konvertierung. Nicht nur wegen der Datenpunkte, sondern weil sie häufig nach der Erstellung direkt auf der Folie mit der Maus grafisch weiter angepasst werden, ohne dass die zugrunde liegenden Daten im Mini-Excel diese Veränderungen abbilden. Die Daten bleiben unverändert, während sich die sichtbare Darstellung verändert.

Typische Modellierungen sind:
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ein Datenpunkt, der auf die Baseline bzw. X-Achse verschoben wird
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individuell gesetzte oder veränderte Verbindungslinien zwischen Datenpunkten
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überschriebene Data-Labels, die vom automatisch berechneten Wert abweichen
empower® folgt bei der Konvertierung einem klaren Grundsatz: Die Daten im Mini-Excel sollen der Darstellung auf der Folie exakt entsprechen. Ein Diagramm visualisiert Daten – damit es nachvollziehbar und dauerhaft nutzbar bleibt, muss die sichtbare Darstellung durch die zugrunde liegenden Daten erklärbar sein. Ist das im Ausgangsdiagramm nicht der Fall, wird die Datenstruktur im Rahmen der Konvertierung angepasst. Das Diagramm bleibt optisch unverändert, Darstellung und Daten sind danach wieder konsistent.
Projekt- und Zeitdiagramme konvertieren: Wenn viele Elemente zusammenspielen
Komplexe Projekt- oder Zeitdiagramme zählen ebenfalls zu den anspruchsvolleren Diagrammtypen, weil sie viele zusammenhängende Elemente enthalten. Typische Bestandteile sind:
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mehrstufige Zeitachsen
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Meilensteine und Abhängigkeiten
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Balken mit differenzierten Laufzeiten
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manuelle Anpassungen auf Objektebene
Bei der Konvertierung übernimmt empower® die Vielzahl an Einzelelementen und ihre Zusammenhänge mit hoher Präzision, damit das Diagramm weiterbearbeitet werden kann und die zugrunde liegende Projektlogik erhalten bleibt.
Was mit Excel-Verknüpfungen bei der Konvertierung passiert
Excel-Verknüpfungen werden bei der Konvertierung mit empower® übernommen, sofern zum Zeitpunkt der Konvertierung Zugriff auf die jeweilige Excel-Datei besteht. Das gilt sowohl für lokal gespeicherte Dateien als auch für Excel-Dateien auf SharePoint, Microsoft Teams und OneDrive. Ist der Zugriff vorhanden, bleibt die Verknüpfung bestehen und die Arbeit mit den Daten kann direkt fortgeführt werden.
Weitere Details zur Konvertierung von Diagrammen aus spezifischer Diagramm-Software finden Sie in unserem Help Center.
PowerPoint-Bordmittel: Der unterschätzte Teil des Bestands
Selbst wenn ein Unternehmen ein spezialisiertes Diagramm-Add-in einsetzt, hat häufig nicht die gesamte Belegschaft Zugriff darauf. Viele Mitarbeitende arbeiten weiterhin mit PowerPoint-Standarddiagrammen. Wird eine unternehmensweite Lösung eingeführt, etwa im Rahmen einer Firmenlizenz, müssen deshalb auch diese Diagramme konvertiert werden können.
Das Ziel ist dabei nicht, das Diagramm nur optisch ähnlich darzustellen, sondern es technisch vollständig in die neue Umgebung zu integrieren:
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Zahlenformate und Achsen werden vereinheitlicht
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Layout und Abstände bleiben stabil
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die vollständige Bearbeitbarkeit ist sichergestellt
Ziel ist, dass alle im Team auf einer gemeinsamen technischen Basis arbeiten können.
Warum Technik allein nicht reicht
Selbst die beste Konvertierungsfunktion löst keine Akzeptanzfragen. Ein Wechsel ist immer auch Change-Management-Prozess, besonders bei erfahrenen Nutzenden, die seit Jahren mit einer bestimmten Diagrammsoftware arbeiten.
Was in der Praxis funktioniert, ist die Kombination aus beidem: eine strukturierte Einführung statt Big Bang, gezielte Begleitung erfahrener Nutzender und konkrete Hinweise direkt am Diagramm nach der Konvertierung, etwa zu Skalierungen oder Zahlenformaten, die sich verändert haben.
empower® hat diesen Ansatz in zahlreichen Enterprise-Projekten umgesetzt, unter anderem bei Bayer, DHL Post & Paket, brose und Evonik.
Fazit
Die Konvertierung bestehender Diagramme ist keine Nebensache. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein Wechsel überhaupt tragfähig ist. Ohne sie entstehen Reibungsverluste, Mehraufwand und Akzeptanzprobleme. Mit der Konvertierung und mit einer professionellen Begleitung des Wechsels, entsteht ein Szenario, das in der Praxis auch wirklich funktioniert.
